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USA-Reise 2009

 

Karte der Route
Yellowstone
Mesa Verde
Monument Valley

Reisebericht USA 2009:
Vom Yellowstone bis zum Grand Canyon
die Nationalparks im Westen der USA
von Ellen Kraft

5. September – 25. September 2009

 

 

5. September 2009

Wir starten gegen 11.00 Uhr in Frankfurt/ Main. Mit Zwischenstopps in  Philadelphia und Phoenix landen wir gegen 23.00 Uhr Ortszeit in Salt Lake City. Hier nehmen wir zunächst unseren Mietwagen für die kommenden drei Wochen in Empfang bevor wir unser Hotel aufsuchen.

 

6. September 2009

Nach einer erholsamen Nacht machen wir uns auf den Weg zum Yellowstone Nationalpark. Immerhin haben wir ca. 550 km vor uns. Die nächsten Tage werden wir im Yellowstone Nationalpark verbringen. Wir übernachten im Park, ganz in der Nähe des Old Faithful Geysir.

 

7. September bis 10. September 2009

Unsere Tage im Yellowstone Nationalpark sind wunderschön! Wir unternehmen viele Wanderungen und machen unzählige Fotos. Dieser Park lässt einen spüren, wie stark und unberechenbar unsere Erde doch ist. Jeden Morgen sitzen wir mit Kaffee und einem Muffin vor dem Old Faithful und bestaunen ihn, wenn er wieder fast auf die Minute genau zum Ausbruch kommt. Am schönsten ist es hier am frühen Morgen, wenn die Sonne gerade aufgeht. Dann sieht das Geysir-Becken fast gespenstisch aus – überall dampft und brodelt es – fast wie in einer überdimensionalen Hexenküche. Es ist kalt hier am Morgen – schon unter 0°. Bisons können wir hier fast jeden Tag beobachten, aber auch andere Tiere wie z. B. Rehe. Leider sehen wir keine Wölfe, was unserer Begeisterung für diesen Park jedoch keinen Abbruch tun kann. Dieser Park ist das schönste, was wir je gesehen haben. und wir wissen genau: Hierher kommen wir noch einmal zurück!

 

11. September 2009

Heute müssen wir den Park wieder verlassen. Langsam wird hier jetzt auch der Winter eingeläutet. Manche Restaurants haben schon geschlossen und auch unsere Lodge wird in wenigen Tagen schließen. Dann kann man den Park nur noch über den nördlichen und den östlichen Eingang erreichen. Vielleicht haben wir irgendwann einmal die Möglichkeit im Winter hierher zu kommen – das muss herrlich sein. Wir fahren jetzt weiter in Richtung Süden. Unser ursprüngliches Ziel Canyonlands und Arches Nationalpark werden wir nicht anfahren, stattdessen haben wir entschieden nach Colorado zu fahren und den Mesa Verde Nationalpark zu besuchen. Es ist ein weiter Weg bis dahin – geschätzte 1100 km. Auf halbem Weg übernachten wir in Verdal.

 

12. September 2009

Am späten Nachmittag erreichen wir Cortez/ Colorado. Zwei Nächte werden wir hier bleiben. Heute gehen wir mal ein bisschen shoppen und sehen uns die Stadt an. Zum Glück gibt’s einen Quilt-Shop! Die arme Besitzerin muss wegen uns leider Überstunden machen – hat sich aber sicher gelohnt für sie J. Abends essen wir in einem schönen rustikalen Restaurant mit eigener Brauerei. Das Restaurant wird von einem Deutschen geführt, das Bier ist allerdings mit unserem leider nicht zu vergleichen. Das Essen ist zwar nicht gerade günstig, aber sehr gut.

 

13. September 2009

Heute besuchen wir den Mesa Verde Nationalpark. Hier kann man sich über die Geschichte der Indianer – der Anasazi – informieren und auch ihre „Wohnungen“ die sie vor vielen hundert Jahren unter den Felsvorsprüngen, teilweise an Steilhängen errichtet haben. Einige dieser „Wohnungen“ kann man im Rahmen einer geführten Tour besuchen, wobei man sich zwischen einer relativ einfachen und einer abenteuerlichen Tour entscheiden muss. Wir nehmen natürlich die abenteuerliche Tour und besuchen das „Balcony House“. Das abenteuerliche an dieser Tour ist bereits der Einstieg: Hier muss man eine 10m hohe Leiter bezwingen, die an einer Steilwand steht. Nichts für Leute mit Höhenangst! Oben angekommen kann man dann das „Balcony House“ besichtigen. Beeindruckend, was diese Indianer hier geschaffen haben! Um wieder hinaus und in die „Zivilisation“ zurück zu kommen muss man durch einen winzigen Tunnel kriechen, dann über mehrere an Steilwänden angelehnte Leitern und über blanken Fels klettern bevor man endlich wieder den Parkplatz erreicht hat. Puh, das war wirklich sehr abenteuerlich – aber wirklich toll!

 

14. September 2009

Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen wir Kayenta und damit das Monument Valley. Mittlerweile gibt es hier sogar ein Hotel mit Blick auf die Mittens und ein nagelneues Visitor-Center mit allem was dazu gehört. Bei strahlendem Sonnenschein machen wir die ersten Fotos, bevor das Licht plötzlich ganz komisch wird – es zieht ein Gewitter auf. Sieht wirklich toll aus – auch wenn wir für ca. eine halbe Stunde im Kofferraum unseres Autos sitzen müssen. Gut, dass wir uns einen Gaskocher gekauft haben – da können wir jetzt wenigstens einen frischen Kaffee genießen. Nachdem das Gewitter vorbei ist, versuchen wir, mit dem Auto durch das Monument Valley zu fahren. Da aber alles ziemlich rutschig ist, brechen wir in der Hälfte ab. Wir wollen ja nicht stecken bleiben. Wir verlassen das Monument Valley und fahren weiter in nach Page am Lake Powell. Hier ist es richtig heiß – fast 40°! Nach einem kleinen Picknick an einem Aussichtspunkt fahren wir zum Glen Canyon Dam. Sehr groß, sehr eindrucksvoll! Nach ein paar Fotos machen wir uns auf die Suche nach einem Zimmer für die Nacht – und stellen fest, dass ganz Page ausgebucht ist. Nachdem wir ein paar Hotels angefahren haben nehmen wir uns eine Telefonliste und rufen die noch verbleibenden Häuser an, aber Fehlanzeige: Keiner hat ein Zimmer für uns! Ein Hotel gibt uns jedoch den Tipp, dass eine Bekannte eines Mitarbeiters so was wie ein Bed & Breakfast in Page betreibt. OK, versuchen wir das und tatsächlich – wir können im Kinderzimmer übernachten! Winzig klein ist das Zimmer, dafür richtig teuer aber egal. Gibt ja auch noch Frühstück dafür am nächsten Morgen.

 

15. September 2009

Nach dem Frühstück – was sehr übersichtlich war – und dem für die Inhaberin des B&B obligatorischen Abschiedsfoto von ihren Gästen (es könnte ja sein, einer ihrer Gäste wird mal richtig berühmt, dann kann sie sagen, dass dieser berühmte Mensch mal bei ihr übernachtet hat…) machen wir uns auf den Weg Richtung Grand Canyon. Vorher jedoch besuchen wir noch den Antelope Canyon, einen Slot Canyon. Das Gebiet des Antelope Canyon gehört den Indianern, was dazu führt, dass man eine Tour buchen muss, will man den Slot Canyon sehen. Das hat uns keiner gesagt und wir sind erst mal richtig sauer, zumal das ganze auch nicht gerade günstig ist. Mit ziemlich runtergekommenen Pick Ups werden wir dann zum Canyon gekarrt – eine sehr abenteuerliche Fahrt durch zentimeterhohen  roten Sand. Unser Tour-Guide die Indianerin Irene programmiert uns sogar die Fotoapparate um, damit unsere Bilder im Canyon auch was werden. Unser Ärger verfliegt nach und nach, denn was wir hier zu sehen bekommen entschädigt für den hohen Preis. Zum Schluss sind wir froh, dass wir die Tour mitgemacht haben, denn wir konnten tolle Fotos machen und sind wieder um ein Erlebnis reicher J Wir setzen dann unsere Fahrt fort und machen uns auf in Richtung Grand Canyon, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Dort angekommen machen wir erst mal ein Picknick und lassen es uns richtig gut gehen. Dann suchen wir unser Zimmer auf. Wir haben es in der Bright Angel Lodge gebucht und es ist einfach toll! So gemütlich und direkt am Canyonrand! Nur eine Minute bis zum Abstieg auf dem Bright Angel Trail. Fantastisch! Dank des Shuttle Bus Systems im Park werden wir unser Auto die nächsten Tage nicht brauchen. Schon am ersten Abend können wir tolle Bilder vom Sonnenuntergang machen bevor wir ziemlich erledigt ins Bett fallen.

 

16. September bis 18. September 2009

Die folgenden Tage verbringen wir mit Wanderungen im Park. Der Grand Canyon ist wunderschön! Man kann sich gar nicht satt sehen an diesem Wunder der Natur. Wir machen zunächst eine Wanderung auf dem Rim Trail, der am Canyon Rand entlang führt. Wir kommen fast bis Hermits Rest, aber dann zieht ein Gewitter auf. Das ist uns nicht geheuer und wir nehmen für den Rest der Strecke dann lieber den Shuttle Bus. Auch zurück nehmen wir den Bus. Den Rest des Tages verbringen wir damit uns den Bright Angel Trail und den Abstieg der Mulis dort anzusehen. Außerdem nehmen wir noch am „Condor Talk“ teil und erfahren viel Interessantes über den California Condor den Bright Angel Trail nehmen wir uns für den nächsten Tag vor.

 

Dieser Trail führt bis hinunter zur Phantom Ranch, doch so weit wollen wir uns nicht hinunter wagen, zumal wir leider kein Zimmer dort bekommen haben. Wir entscheiden uns für das 3-Mile Resthouse als Ziel unseres Abstiegs. Wir starten um 7.30 Uhr mit dem „Abstieg“. Bis zu unserem Ziel gilt es ca. 700 Höhenmeter zurückzulegen, was bergab nicht soooo schlimm ist. Wir erreichen das Resthouse auch schon bereits nach zwei Stunden und es geht uns wirklich gut. Alle guten Ratschläge haben wir beherzigt und viel getrunken und auch eine Kleinigkeit gegessen, vor allem Nüsse, das gibt Kraft, lockt aber auch jede Menge Eichhörnchen an J Der Aufstieg jedoch ist richtig hart! Aber wir sind richtig schnell und bereits um 12.30 Uhr wieder oben angekommen, fix und fertig zwar, aber auch sehr stolz! Aber: Diese Wanderung hat uns geschafft und für den Rest des Tages ist mit uns nicht mehr viel anzufangen. Wir faulenzen, sitzen ein bisschen in der Sonne, lesen, schlafen und besuchen am späten Nachmittag noch ein Visitor Center.

 

Dann wollen wir nur noch etwas essen und ins Bett. Daraus wird jedoch so schnell nichts. Als wir in der Lobby auf einen freien Platz im Restaurant warten fällt Heiko eine ältere Frau (Deutsche) auf, die ziemlich verzweifelt scheint. Es stellt sich heraus, dass ihr Mann an einem Aussichtspunkt seine Fototasche vergessen hat und über den Rim Trail dorthin zurück gegangen ist um sie zu holen. Das war aber bereits vor mehr als zwei Stunden! Sie macht sich große Sorgen, zumal es jetzt ja auch schon dunkel ist. Die Reiseleitung hat die Frau einfach im Hotel zurückgelassen, um auf ihren Mann zu warten, die arme Frau weiß nicht mehr weiter und ist fast krank vor lauter Sorge. Kurz entschlossen schnappen wir uns eine Taschenlampe, eine warme Jacke und eine Flasche Wasser und machen uns auf den Weg, ca. 3 km den Rim Trail entlang um den Mann zu suchen. Gefunden haben wir ihn nicht, als wir jedoch zum Hotel zurückkommen ist die Frau nicht mehr da. Später, als wir wieder zu hause sind ruft die Frau aber bei uns an und erzählt, dass ihr Mann versehentlich im falschen Hotel auf sie gewartet hat! Gott sei Dank ist ihm nichts passiert!

 

Am nächsten Morgen nehmen wir uns den South Kaibab Trail vor, ein weiterer Wanderweg, der in den Canyon hinab führt. Wieder wollen wir nur einen Teil des Weges bezwingen, denn dieser Trail hat leider vom späten Morgen an keinen Schatten mehr zu bieten. Bereits um halb sieben starten wir mit dem Shuttle Bus der uns zum Einstieg bringt. Um 7.15 Uhr geht’s dann los. Der Trail ist wesentlich steiler als der Bright Angel Trail und er bietet wunderbare Einblicke in den Canyon. Unser Ziel ist Cedar Ridge, ein kleines Plateau, das wir nach einer guten Stunde erreichen. Hier machen wir eine kurze Rast bevor wir den Aufstieg beginnen und der hat es wirklich in sich. Schon nach ein paar Metern klopft das Herz wie verrückt, die Lungen brennen und die Beine – noch geschwächt vom Bright Angel Trail – tun weh. Aber nach gut zwei Stunden haben wir den Canyon Rand wieder erreicht. Das war hart! Trotzdem beschließen wir, noch ein Stück auf dem Rim Trail zu wandern, zum Entspannen!

 

Dabei können wir erst mal richtig sehen, wie nah der Rim Trail am Canyon Rand entlang führt – ziemlich gefährlich das bei Dunkelheit zu laufen, so wie wir das am Vortag getan haben, als wir den Mann gesucht haben. Zum Glück haben wir das vorher nicht gewusst. J

Ca. 5 km gehen wir noch den Rim Trail entlang bevor wir uns in einem Restaurant an der Market Plaza einen Kaffee gönnen. Den Rest des Weges legen wir mit dem Bus zurück. Mit einem guten Essen in der Bright Angel Lodge geht unser letzter Tag am Grand Canyon zu Ende.

 

19. September 2009

Es war toll am Grand Canyon! Doch heute müssen wir Abschied nehmen und das nächste Ziel unserer Reise ansteuern: Las Vegas! Über einen Teil der Route 66 und mit kurzem Stopp am Hoover Dam (es ist wahnsinnig heiß) erreichen wir Las Vegas. Diese Großstadt ist für uns nach so viel Natur ein richtiger Schock! Beim Versuch einen Parkplatz zu finden um ein Hotelzimmer zu mieten, rammen wir noch einen Maserati! Na toll! Zum Glück sind wir gut versichert und unsere anfängliche Angst, dass wir hier auch noch etwas bezahlen müssen verfliegt nach und nach. Nach dem Besuch auf der Polizeistation und dem Verfassen eines Unfallberichtes in Englisch (!) können wir endlich ein Zimmer suchen. Da wir an einem Wochenende angekommen sind, sind die Zimmerpreise in den großen Hotels extrem hoch, so dass wir uns für ein billiges Motel – eine richtige „Absteige“ -  entscheiden. Die Leitung hier haben ein paar Männer, die mit Sicherheit kiffen, trinken oder auf sonstigen Drogen sind… Unsere Zimmertür lässt sich leider, nachdem wir sie von außen geschlossen hatten, nicht mehr öffnen. Einer dieser Jungs kommt und tritt kurzerhand die Tür ein. Super! Wir kriegen ein neues Zimmer, mit einem Schloss das funktioniert, verrammeln aber sicherheitshalber in der Nacht die Tür, damit wir keine bösen Überraschungen erleben.

 

Den Abend in Las Vegas verbringen wir damit durch die großen Hotels zu laufen. Es ist nicht so wahnsinnig toll, aber man muss es halt mal gesehen haben. Wir sind froh, dass wir nur eine Nacht hier bleiben und am nächsten Tag schon wieder in die Natur starten können! Hoffentlich ist es dann auch nicht mehr so heiß.

 

20. September 2009

Nichts wie raus aus Las Vegas! Noch ein Stopp in einem Outlet (der einzige Stopp auf der ganzen Reise, den wir wirklich nur zum shoppen machen!), ein gutes Frühstück bei Denny’s (unser erklärtes Lieblings-Restaurant in den USA J) und dann weiter in Richtung Norden mit Ziel: Zion Nationalpark. In Springdale wollen wir übernachten aber hier scheint es das gleiche Phänomen wie in Page zu geben: Alles ausgebucht! Heikos Überredungskunst haben wir es zu verdanken, dass wir am Ende eine relativ günstige Ferienwohnung mieten können. Die ist zwar irgendwie noch nicht ganz fertig – es fehlt die Küche und auch ein Spiegel im Bad- und das Schlafzimmer hat leider kein Fenster, aber egal, Hauptsache nicht im Auto schlafen müssen. Wir richten uns ein und machen uns dann auf die Suche nach einem Restaurant. Nur dumm, dass wir vergessen haben die Uhr vorzustellen. Wir sind ja jetzt wieder in einem anderen Bundessstaat (Utah) und in einer anderen Zeitzone! Fast alle Restaurants haben schon geschlossen und wir befürchten schon, dass wir uns an der einzigen Tankstelle des Ortes mit Fertigfutter eindecken müssen. Mit viel Glück bekommen wir aber doch noch eine leckere Pizza in einem schönen rustikalen Restaurant.

 

21. September 2009

In den Zion Nationalpark kann man nur mit dem Shuttle Bus fahren. Das ist sehr bequem und wir können das Auto wieder stehen lassen. Von Springdale aus wird man mit dem Bus zum Visitor Center gebracht, dort bezahlt man dann den Eintrittspreis und kann von dort aus mit dem Park-Shuttle weiter in den Park hinein fahren. Tolle Sache! Nachdem wir uns im Visitor Center informiert haben entscheiden wir uns für eine Wanderung zum Hidden Canyon, einer Wanderung von ca. 3 Stunden. Fast alle Wanderungen im Zion Nationalpark führen an steilen Abgründen vorbei, besonders heftig ist hier die Wanderung zu Angels Landing. Aber auch der Hidden Canyon ist nicht ohne… Kurz vor dem Ziel kann Ellen nicht mehr weiter (extreme Höhenangst!) und muss an einer „sicheren“ Stelle zurückbleiben. Heiko geht den Weg bis zum Ende und ist begeistert, wie schön der Hidden Canyon ist. Im Anschluss an die Wanderung und einer kurzen Pause mit Stärkung, nehmen wir uns noch die Narrows vor. Der Wanderweg führt am Virgin River entlang in eine Schlucht, die immer enger wird. Am Ende muss man im Fluss weiterlaufen, was wir auch tun. Die Schuhe brauchten ca. 2 Tage zum trocknen, aber es hat riesigen Spaß gemachtJ

 

22. September 2009

Wir haben gut und auch sehr lange geschlafen und starten deshalb recht spät in Richtung Bryce Canyon. Bis nach Panguitch brauchen wir zum Glück nur eine gute Stunde und um alle Eventualitäten auszuschließen suchen wir uns sofort ein Zimmer. Dann machen wir uns auf den Weg in den Nationalpark, wir wollen den Sonnenuntergang beobachten. Nach all den schönen Parks, die wir bisher gesehen haben erscheint uns der Bryce Canyon zwar auch wunderschön, aber doch im Vergleich sehr klein und fast schon übersichtlich. Lange können wir uns am Aussichtspunkt nicht aufhalten, denn es ist hier schon sehr kalt. Trotz allem kriegen wir noch tolle Fotos bevor wir uns auf den Rückweg machen.

 

23. September 2009

Am frühen Morgen verlassen wir unser Zimmer und machen uns noch einmal auf den Weg in den Park. Den Sonnenaufgang hier darf man auf keinen Fall versäumen. Es ist sehr kalt und es hält uns nicht lange auf dem Aussichtspunkt. Aber es war ganz fantastisch! Nach einem guten Frühstück bei Rubys Inn starten wir dann unsere Wanderung im Park. Wir wollen den Navajo-Loop in Verbindung mit dem Queens Garden laufen – ca. 3 Meilen, ca. 3 Stunden und es wird auch schon etwas wärmer. Wir starten mit dem Abstieg in den Canyon, serpentinenartig hinab durch die Hoodoos, einziartig! Von unten erscheint der Himmel viel blauer! Wir machen viele viele Fotos. Anschließend verlassen wir den Bryce Canyon und machen uns auf den Weg nach Salt Lake City, unsere Reise ist fast zu Ende…

 

24. September 2009

Den Tag verbringen wir in Salt Lake City. Diese Stadt ist für uns echt enttäuschend! Das ist gar nicht schön hier! Wir sind froh, dass wir nur einen Tag hier sind. Morgen geht’s wieder zurück nach hause.

 

25. September 2009

Gegen 11.00 Uhr startet unser Flugzeug in Richtung Frankfurt, wo wir am 26. September gegen 10.00 Uhr landen. Hinter uns liegen jetzt mehr als 4000 km in den USA und wirklich tolle Erlebnisse!


Fazit:
Das war eine Super-Tour! Das Wetter war immer klasse (die Reisezeit Anfang September ist für diese Region wirklich zu empfehlen), es war - abgesehen von Page und Las Vegas - immer angenehm warm, so dass man tagsüber schöne Wanderungen unternehmen konnte, selbst im Grand Canyon.

Am Besten haben uns der Yellowstone und der Grand Canyon Nationalpark gefallen. Die einzigartige Natur dieser Parks hat uns total begeistert. Wichtig: Am besten genießen kann man diese Parks, wenn man direkt im Park übernachtet. Wir haben im Yellowstone-Park in den Old Faithful Cabins übernachtet, war zwar nicht ganz billig, aber wirklich schön. Außerdem ist der Yellowstone Nationalpark so groß, dass man einfach zuviel Zeit verliert, wenn man jeden Tag wieder hineinfahren will. Im Grand Canyon haben wir in der Bright Angel Lodge direkt am Canyonrand übernachtet. Auch nicht gerade billig, aber super-schön! Quasi vor der Zimmertür kann man den Sonnenuntergang am Grand Canyon beobachten, das Restaurant ist direkt nebenan, außerdem gibt es im Park ein Shuttlebus-System, so dass man während des ganzen Aufenthaltes den Mietwagen stehen lassen kann. Alle Wanderwege, alle Visitor-Centers und auch die Shops und Restaurants sind mit den Bussen zu erreichen . Absolut stressfrei - 100% Urlaub!

Wir könnten uns vorstellen, noch einmal in diese Gegend der USA zu reisen, dabei aber nur den Yellowstone und den Grand Canyon Nationalpark zu besuchen. Selbst dann würden drei Wochen wahrscheinlich nicht ausreichen, aber man hätte doch wesentlich mehr Zeit für die mit Abstand schönsten und eindrucksvollsten Nationalparks der USA!

 

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Stand: 13. October 2010